THEMEN FÜR SENIOREN

„Entrümpeln“ – Haushalt auflösen in Eigenregie

Ob Alt oder Jung – „Entrümpeln“ und „Ausmisten“ liegen im Trend, einerseits um Platz zu schaffen, andererseits um sich mental freier zu fühlen. Das Motto: „Freimachen von Besitztümern und unnützem Zeug“; Dinge, die sich in den letzten Jahren oder Jahrzenten angesammelt haben, werden aussortiert und entsorgt oder erhalten bei anderen Personen einen neuen Platz.

Aber es gibt auch Lebensereignisse, wo die Notwendigkeit besteht, sich von Möbeln, Kleidung und liebgewonnenen Erinnerungsstücken zu trennen, zum Beispiel, wenn Senioren in eine kleinere Wohnung ziehen, ein Umzug in ein Seniorenheim ansteht oder im Todesfall ein Nachlass zu regeln ist. So eine Haushaltsauflösung will gut geplant sein. Wir haben eine Handvoll wertvoller Tipps zusammengestellt, wie das Auflösen von Hausrat in Eigenregie Schritt für Schritt gelingt.

Behalten, verschenken, verkaufen oder wegschmeißen?
Wenn die Eltern oder Großeltern ihr Eigenheim auflösen und sich wohnlich verkleinern wollen, gilt es, zunächst eine Bestandsaufnahme zu machen und das Wohnungsinventar zu sichten: Welche Möbel, Geräte etc. sollen mit umziehen? Welches Mobiliar ist alt und abgewohnt und gehört auf den Sperrmüll? Nicht zu vergessen ist gut erhaltener Hausrat, der verschenkt oder gespendet oder sogar noch verkauft werden kann. Um den Überblick zu behalten bietet sich eine Checkliste an, die systematisch abgehakt wird. Und: Planen Sie ausreichend Zeit ein, um Möbel und Hausrat ggf. zu veräußern.
Wohin mit lieb gewonnenen Erinnerungsstücken?
Beim Ausräumen ist es wichtig, dass nicht nur die materiellen Dinge wie Schmuck oder Antikes in Auge fallen. Alte Liebesbriefe, „Omas“ Rezeptsammlung, Handarbeiten, Fotos und Souvenirs der letzten Reise gehören sicherlich zu den Dingen, die ins neue „Heim“ mitgenommen werden oder die Angehörige behalten wollen – stellen sie doch unwiederbringliche Schätze da.

Wie und wo verkaufe ich Hausrat & Co.?
Gut erhaltene, brauchbare oder antike Möbel und andere nützliche Haushaltsgegenstände können durchaus zu Geld gemacht werden – hier gibt es verschiedene Möglichkeiten:
Online-Ankaufbörsen
Im Internet gibt es diverse Ankaufbörsen, sogenannte Online-Ankäufer, die gebrauchte Bücher, Kleidung, DVDs, Handys und Elektrogeräte ankaufen: u.a. von rebuy.de über momox.de bis hin zu wirkaufens.de. Mehr zu den Abwicklungsmöglichkeiten (Versand etc.) erfahren Sie auf den Internetseiten der jeweiligen Anbieter.

Auktionen in Internet
Hausrat zu Geld machen, lässt sich auch über Online-Auktionen wie z.B. ebay.de oder hood.de. Hier ist es im Vorfeld schwer einzuschätzen, wie hoch der Erlös sein wird und es werden anteilige Gebühren berechnet; ggf. müssen Sie mit erheblichen Werteinbußen rechnen, weil Sie im Rahmen einer Auktion nicht den Wunschpreis erzielen können.
Kleinanzeige in der Zeitung oder Aushang im Supermarkt
Flohmarkt zuhause? Inserieren Sie in Ihrer Tageszeitung oder Wochenblatt, dass Sie zu einem festen Termin eine Haushaltsauflösung planen und benennen Sie kurz, was Sie anbieten. Interessenten können sich dann telefonisch melden und erhalten Ihre Adresse zwecks Besichtigung. Laden Sie auch Antiquitätenhändler ein, falls Sie wertvolle Möbel zu veräußern haben. Alternative: Viele Supermärkte bieten Aushänge an, dort können Sie Ihren Flohmarkttermin bekannt machen.

Anzeige auf Online-Portalen
Im Internet gibt es mittlerweile etliche kostenlose Portale, wo private Anbieter ihre gebrauchten „Waren“ anbieten – ebay-kleinanzeigen.de ist sicherlich die bekannteste; darüber hinaus gibt es weitere kostenlose Anzeigenportale quoka.de, kalaydo.de und markt.de. Mittlerweile gibt es auf Facebook diverse stadt- bzw. ortspezifische Gruppen, Stichwortsuche „Flohmarkt“, wo Privatpersonen Gebrauchtes anbieten.

Antiquitätenhändler in Ihrer Nähe
Falls Sie wertvolles Wohninventar oder Kunst veräußern wollen, recherchieren Sie Antiquitätenhändler bei Ihnen vor Ort und vereinbaren Sie einen Besichtigungstermin. Kleiner Tipp: Unter haushaltsaufloesungen-in-nrw.de gibt es ein Netzwerk von Spezialisten, die regional und überregional Antikes (Möbel, Sammlungen, Kunst) aus Haushaltsauflösungen aufkaufen und auch Nachlässe schätzen.

Gutes einfach spenden statt wegwerfen
Mancher Hausrat lässt sich ggf. nicht zu Geld machen, ist aber für den Sperrmüll zu schade. Gemeinnützige Organisationen wie z.B. die Diakonie, AWO oder DRK nehmen Sachspenden aus Haushaltauflösungen gerne entgegen, um sie dann an Bedürftige für kleines Geld abzugeben (Stichwort: Sozialkaufhaus) oder kostenlos zur Verfügung zu stellen. Die meisten Organisationen haben einen Abholdienst und ein kurzfristiger Termin kann telefonisch erfragt werden.

Sperrmüll organisieren
Unbrauchbares gehört in den Müll: Viele Städte und Kommunen bieten ihren Bürgerinnen und Bürger die kostenlose oder kostenpflichtige Abholung Ihres Sperrmülls an; die Abholung muss im Vorfeld über einen längeren Zeitraum angemeldet werden. Nähere Informationen zur Sperrmüllabholung erhalten Sie in Ihrem ortsansässigen Rathaus oder Bürgerbüro.

Professionelle Haushaltsauflösung
Die Alternative zu Haushaltsauflösungen in Eigenregie sind professionelle Firmen, die sich ihre Dienstleistung – je nach Umfang – bezahlen lassen. Wir empfehlen, mehrere Angebote einzuholen und einen Festpreis auszuhandeln. Auch im Netzwerk der ServiceWelten finden Sie Unternehmen, die Haushaltsauflösungen durchführen.